Gute Nacht fuer mich, schlechte Nacht fuer Primus. Er schläft grundsätzlich schlecht und ich schnarche leider. Wir müssen das dauerhaft lösen um die Moral nicht zu gefährden.

Wir verlassen Gap Richtung Lehi. Grundsätzlich eine kurze Etappe aber wir erreichen am Ziel gute 2900m.

Die Vegetation ist erstaunlich, auf dieser Höhe können Getreide, Kartoffel und Mais angebaut werden. Krass, Ackerbau und Bauernschaft auf Höhe der Schesaplana. Das Klima ist Dank dem Breitengrad etwas unter Rom sehr mild.

Unsere körperliche Anpassung ist auch deutlich spürbar. Das Geheimnis hat uns Theo verraten und liegt in der konstanten Abgabe der geforderten Leistung. Kurze Erklärung: Konsequent den Puls, Schrittfolge und Atem im Rhytmus halten. Bewusste tiefe Atemzüge nehmen, Schrittfolge konstant halten und die Schrittlänge entsprechend anpassen. Wenn das Gelände steiler wird, zusätzlich die Wegbreite im Zickzack ausnützen um so die Steigung entsprechend zu verringern. Im Schnitt bewege ich mich so zwischen 110 und 120 Pulsschlägen. Für mich, so empfinde ich, ist das bestes aufbauendes Grundlagentraining mit gleichzeitiger Höhenanpassung. Das ist auch gut so, denn die kommenden 3 Tage steigen wir zum Larky Pass in Richtung Basecamp auf ca. 5100m.

In Lehi angekommen sehe ich das erste mal einen Budhistischen Tempel gleich am Ortseingang. Kurzes Verweilen, danach treffen wir an einem Bauernhof ein, in deren Lodge wir übernachten. Für das Schlafproblem haben wir auch eine Lösung gefunden, man hat mich zum Nachbarn in ein Einzelzimmer ausquartiert 😉

Am Hof hat jemand gerade einen Yak geschlachtet, genaueres haben wir nicht mitbekommen, aber die Reste des Tieres werden gerade auf 2 Plastikplanen am Boden im Garten zu Trockenfleisch verarbeitet . Hygiene? Ich bin mir nicht ganz sicher, sind wir zu paranoid und überreglementiert oder sie hier zu nachlässig, oder sie wissen es vielleicht nicht besser? Wenn man sich die beiden Personen ansieht, die diese Arbeit verrichteten, haben sie das sicher nicht zu ersten Mal gemacht, so organisiert wie sie ans Werk gehen und sie haben in etwa 65-70 Jahre auf dem Buckel.

Nach einem kleinen Nickerchen ging es nochmals kurz ins Dorf um den einen oder anderen Eindruck zu erhaschen. Danach zurück auf einen Kaffee und zu guter letzt ans Feuer in die Küche des Hauses. Wir bekamen unser Abendessen und danach kochten die Porter, eben genau Yak Trockenfleisch. Wir saßen daneben, schlürfen unseren Tee und schauten dem Kochen mit offenen Mund zu. Man muss das mal erlebt haben wie einfach diese Menschen leben, essen und kochen.

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