Ein bombastischer Morgen, sehr ähnlich wie gestern nur etwas wärmer. Die Nacht hatte ca -10 Grad, was in unsren Schlafsäcken unter dem Komfortbereich von -20 ist und daher angenehm warm war. Die Zeitraffer waren ein Erfolg und alle haben soweit ganz gut geschlafen.

Frühstück wie gestern, danach rascher Aufbruch auf die Südseite. Dava unser Hochtouren Guide ging mit Speedy voran, wir watschelten in gemäßigten Tempo hinten nach.

Wir waren ca 3,5Std unterwegs und genossen den Ausblick in das nächste Tal und die gemeinsame Zeit auf dem angestrebten Sattel in vollen Zügen. Jeder war bei der Ankunft sichtlich gerührt und zeigte Emotionen.

Zurück im Camp, war das Essen unter freien Himmel schon parat. Wir genossen es, bis wir von einem dumpfen Grollen aufgeschreckt wurden. Eben genau in der Route, die uns zum Aufstieg auf den Larky Peak gedient hätte, löste sich von einem Gletscher über einer Querung ein großer Teil und ging mit Getöse auf die Aufstiegsspur nieder. Der Aufenthalt darunter wäre mit Sicherheit tödlich gewesen, kein Entrinnen! Im besten Fall wären die Fixseile weggerissen gewesen und der Abstieg dadurch sehr heikel gewesen.

Wir sahen uns alle verdutzt und sehr nachdenklich an. Scheinbar hat es das Schicksal gut mit uns gemeint und uns davor verschont.

Kleiner Scherz am Rande nach dem vorigen Thema und ganz was anderes: Habt ihr gewusst, dass man sich Kopfschmerzen mit rhythmischen Atemzügen bevorzugt in der Horizontalen in den Griff bekommt? Funktioniert scheinbar nicht nur bei Kopfschmerzen in der Höhe, sondern auch im Tal 😜

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