Früh schlafen gehen heißt auch früh aufstehen. Dass man um 0500 wirklich gerne aufsteht und den Tag begrüßt, sich auf einen Coffee und Gespräch freut, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Die letzte Nacht im Basecamp war auch wie die vorangegangenen sehr lange und mit wenig Schlaf gesegnet. Der ständige Kampf um ausreichend Sauerstoff setzt sich bis in den Schlaf fort und lässt einen komische Träume erleben. Irgendwie sind wir für einen dauerhaften Aufenthalt in dieser Höhe des Tages aber auch des Nächtens nicht gemacht, wird einem dabei bewusst. Interessant ist aber zu beobachten, dass man mit allem was man tut gezwungen wird, es langsamer zu tun und das fühlt sich in unserer Welt, in der alles schnell gehen muss und wir sogar Zeit sparen müssen, obwohl jeder genug davon hat. schon etwas befremdlich an. Erst merkt man es gar nicht, aber beim Treffen auf die Zivilisation fällt es einem auf, dass vieles schneller ist als man meint dass es sein müsste. Schon mal den Luxus gehabt darüber nachzudenken?

So nun aus den Wirren der Nacht raus in die Szene des letzten Frühstücks. Ham and Eggs mit Fladenbrot….. auf 5000m perfekt auf dem Punkt serviert. Die Porter haben derweilen den Abbau der Zelte in Angriff genommen und auch wir haben nach den letzten Bissen unser Zeug verstaut. Abmarsch 0700 Richtung Larky Pass. Schon während des Frühstücks sahen wir von unserem Camp einige Porter aus Gruppen von Dharamsala, die scheinbar schon um 0300 aufgebrochen sind vorbeiziehen.

Als wir schlussendlich nach kurzem Marsch am Pass Ankunft feiern durften, breitete sich folgende Szenerie aus. Zwei verschiedene Punkte an denen Gebetsfahnen und typische Schals an Stangen oder Stecken gebunden waren. Jegliche Menschen verhielten sich überaus emotional und hatten deutliche Tränen in den Augen. Verstanden, denn jeder am Pass hatte mind. 120km Anmarsch vor diesem Ziel. Auch mir gingen viele Dinge zu Menschen der inneren bis in die äußeren Kreise meiner Familie, mir selbst und wichtiges der engsten Freunde und der letzen Tagen durch den Kopf.

Danach der lange Abstieg nach Bhimthang. Für uns die Garantie nach einem Bett, normalem Essen und Ghorka, dem traditionellen Bier, auf das wir schon lange freuen durften.

Wichtige Erkenntnis: lieber ein langsames großes, als ein schnelles kleines Bier

Nach Ankunft, Essen, dann Mittagsschlaf, Gespräche am Nachmittag, an Jass vor und nach dem Abendessen. Same same as every Day (talbat)

Nun auch fuer mich Ende und gute Nacht 20:11, morgen wieder 😉

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