Als tolles Geburtstagsgeschenk von Ines war am Osterwochenende die Reise nach Zermatt mit Übernachtung auf der Monte Rosa Hütte geplant. Gesagt  getan, nach 4 1/2 stündiger Anreise standen wir beide in Zermatt und waren bereit für den Aufstieg auf die wohl moderneste alle Hütten im Alpenraum.
Das Wetter spielte zunächst nicht ganz mit, Nebel liess nur kurz die Spitze des „Hora“ erblicken. Mittels Gornergratbahn gelangten wir zum Ausgangspunkt Rotenboden. Die schlechte Sicht brachten erste Unsicherheiten in der Orientierung. Einer Spur folgendend gerieten wir rasch in unwegsames Gelände. Die Travesierung des steilen Hanges von mehr als 3 Kilomter stellte sich als Herausforderung dar. Immer wieder unangenehmes abrutschen und abfahren mit Fellen zählt nicht unbedingt zum Spassfaktor einer Skitour. Glücklicherweise besserte sich das Wetter was uns Einblicke in den Gornergletscherund unser Tagesziel die Monte Rosa Hütte erlaubte. Komisch auch, dass wir die Einzigen auf der Strecke waren. Das Geheimnis sollte sich noch am Abend auf der Hütte lüften.
Der Nebel und die Wolken verflogen rasch und als wer den Gletscher erreichten knallte die Sonne so richtig rein. Die Hitze war mehr als unangenehm und die Ski wurden zu Klumpen oder wie man so schön sagt: „es stollnat“. Blöderweise hatte ich vergessen etwas Wachs mitzunehmen. So wurde der Gletscherquerung, unter mehrmaligen Entfernen der Klumpen von den Fellen, ein kleines Tutorium. Endlich hatten wir jedoch die Aufstiegsspur zur Hütte erreicht. Beruhigend auch, dass weiter oben andere Tourengeher zu sehen war. Bis dato
war keine Menscheseele auf unserem Track. Innerhalb von 20 Minuten dann wieder schlechtes Wetter. Zum Glück konnten wir der markanten Aufstiegsspur folgen, denn die Sicht betrug gleich +/- Null. Die letzten Meter zur Hütte zeigten sich mit Nebel und Schneefall von der hartnäckigen Seite und wir konnten die Hütte erst in den letzten Metern erblicken.
Die Belohnung jedoch war ausserordentlich. Die Monte Rosa Hütte ist ein archtitektonisches Meisterwerk mit Wohlfühlcharakter. Bei einem gemütlichen Abendessenwaren die Strapatzen rasch vergessen. Das Wetter klarte später auf und es bot sich eine tolle Stimmung mit Sicht auf das „Hora“. Ein lang ersehnter Traum, das „Hora“ live zu sehen, ging in Erfüllung. By the way: das Geheimnis unser Anreise und dass wir die einzigen auf diesem Weg waren hat sich insofern geklärt, indem uns der Hüttenwirtaufgeklärt hatte, dass wir den Sommerweg genommen hatten, welcher im Winter nur selten und schlecht zu begehen ist.
Der nächste Tag bot eine tolle Abfahrt über den weitläufigen Gornergletscher und dessen im Auslauf enge Schluchten. Die Abfahrt war über Furi noch bis nach Zermatt möglich. Ein Spaziergang durch Zermatt rundete unser Abenteur ab. Grosses Lob an Ines, welche sich in ihrer zweiten Skitour überhaupt, tapfer geschlagen hatte.

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