Drusenfluh 2.0

On September 10, 2017 by bjoern

Der heurige Höhepunkt sollte die Hochtour am Gran Paradiso werden. Schon Anfang Woche waren die Wetteraussichten schwierig einzuschätzen und deuteten eher auf eine unsichere Wetterlage hin. Am Donnerstag dann die Entscheidung, die Tour muss auf nächstes Jahr verschoben werden. Das Wetterfenster am Gipfeltag war zu klein um eine Fahrt ins Aostatal auf sich zu nehmen. Der Wetterbericht versprach aber auf Freitag noch gutes Wetter im Ländle. Einige spannende Touren standen zur Diskussion. Schlussendlich setzte sich die Überschreitung der Drusenfluh durch, welche wir vor zwei Jahren über eine sehr interessante Route machten. Das Team halbierte sich jedoch auf Rigo, Andi und Björn. 

Mit dem Bike ging´s von Latschau vorbei an der Lindauer Hütte Richtung Öfenpass. Kurz das Bike deponieren und weiter zum Einstieg. Den Einstieg konnten wir über den nicht markierten Weg rasch finden. Über grasig-felsiges Gelände ging es in leichter Kletterei steil aufwärts. Weiter oben öffnet sich ein großes Kar, welches noch Reste eines kleines Gletschers verbirgt. Unter dem Gletscher querend geht es anschliessend über stufiges Felsgelände Richtung Imhofsattel. Dort trifft sich unsere Route mit der Aufstiegsroute via Öfenpass. Auch zwei Jahre später sind wir noch nicht schlauer…wir konnten nicht herausfinden wie sich das von uns durchstiegene Kar nennt.

Vom Imhofsattel ging´s dann weiterer über den Westgrat und in leichterer Kletterei (2. Grad) Richtung Drusenfluh Gipfel. Dieser Teil der Tour ist unheimlich schön und lässt Tiefblicke in die Südwand zu. Kurz unter dem Gipfel endet die Kletterei auf einem weiteren Plateau von wo es  in fünf Minuten in einer „Geröllmulde“ zum  Gipfel geht.

Ganz alleine dürfen wir die tolle Aussicht vom Gipfel genießen. Die Klettersteiggeher, die wir beim Aufstieg sehen konnten, scheinen schon wieder abgestiegen sein. Zügig steigen wir wieder ab und nutzen den Klettersteig in der Blodigrinne für den Abstieg.

Der Abstieg ins Tal mit Bike hat sich als gute Variante herausgestellt. Zügig sind wir im Tal und können nun unseren Ausklang auf Gamp ansteuern. Dort treffen wir den Rest der Bande und genießen einen tollen Abend mit gegrillten Steaks und Bier.

Fazit: lange, geniale und ruhige Variante auf die Drusenfluh, etwas Kletterei im Aufstieg und Klettersteig im Abstieg, Bike als nützlicher Helfer für den langen Hatsch nach Latschau

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